Unser Weg zur Gesunden Schule

Auszug aus dem Schulprogramm:

 

Im Jahr 2014 entschlossen sich Eltern und Lehrkräfte unserer Schule dazu, unsere zukünftige schulische Arbeit unter dem Leitbild einer „Gesunden Schule“ weiter zu entwickeln.

 

 

 

Es wurden gemeinsam  verschiedene Bereiche strukturiert, die es bereits gab, aber in den nächsten Jahren vordringlich vorangebracht werden sollten:

 

 

 

·       Bewegungsförderung in der Pausen und im Unterricht

 

·       Gesunde Ernährung

 

·       Gesunde Schulgestaltung

 

·       Projekte zur Gesundheitsförderung

 

 

 

Bewegungsförderung

 

Bewegte Pausen

 

Grundsätzlich sind alle Pausen während des Schulvormittags Hofpausen, in denen die Kinder die Bewegungsmöglichkeiten des Außengeländes nutzen können und sollen. Bei schlechtem Wetter können sie den geschützten Bereich der offenen Pausenhalle nutzen.

 

 

 

Die Eltern unserer Schülerinnen und Schüler sind in der Mehrzahl sehr gern bereit, sich am Schulleben zu beteiligen und sich für die Weiterentwicklung unserer Schule einzusetzen.  Deshalb gelang in der Vergangenheit mit Elternunterstützung die Anschaffung einer Bewegungslandschaft für das Außengelände, die von den Kindern gern und häufig genutzt wird. Der von den Eltern getragene Förderverein schaffte für jede Klasse Pausenspielgeräte an (Bälle, Seile, Pferdeleinchen, Federballspiele u.s.w).

 

 

 

Seit 2013 setzten sich Eltern und Lehrer für die Anschaffung neuer beweglicher Pausenspielgeräte ein, die zentral gelagert und in den Pausen an die Schüler verteilt werden. Der Förderverein stellte finanzielle Mittel bereit, die durch Spenden aufgestockt werden konnten, sodass zum Schuljubiläum 2015 die neuen Spielgeräte an die Kinder übergeben werden konnten. (Beispiele: Stelzen, Laufdosen, Reifen, Seile, Tischtennisschläger und -bälle, …) Ebenfalls in Zusammenarbeit mit Eltern wurden verschiedene Spielfelder auf dem asphaltierten Bereich des Außengeländes angebracht, sodass dort Hüpf- und Bewegungsspiele gemacht werden können.

 

 

 

Diese Angebote werden von fast allen Kindern gern genutzt. Die Kinder, die momentan noch nicht an unseren Bewegungsangeboten teilnehmen, werden von den Lehrkräften verstärkt angesprochen und motiviert, sich mehr zu bewegen. 

 

 

 

Bewegung im Unterricht

 

Kinder lernen mit Bewegung und mit Bewegungspausen besser. Deshalb verstärken wir den Anteil der Bewegungsmöglichkeiten für unsere Schülerinnen und Schüler zunehmend. Dabei unterscheiden wir die Bewegungspausen während des Unterrichts und die Möglichkeit Bewegung als Bestandteil des Unterrichts einzuplanen.

 

 

 

Bewegungspausen:

 

Ø  Der Unterricht wird für ein Bewegungsspiel u.ä. unterbrochen.

 

 

 

Bewegung als Unterrichtsbestandteil:

 

Ø  Der Lerninhalt wird mithilfe von Bewegungen vermittelt. (Ein Bewegungslied singen, eine Geschichten spielen, …)

 

 

 

Um diesen Bereich weiter zu entwickeln, ist eine Evaluation des tatsächlichen Bewegungsanteils im Unterricht vonnöten:            

 

 

 

1.     Befragung der Lehrkräfte nach dem Bewegungsanteil in ihrem Unterricht.

 

2.     Befragung der Kinder

 

 

 

Gesunde Schulgestaltung

 

Außengelände

 

Das Außengelände wird während der Pausen als Bewegungsraum genutzt. Außerdem steht es als Unterrichtsraum zur Verfügung:

 

 

 

·       Bewegungspausen während der Unterrichtszeit

 

·       Unterricht an der Anschauung (Teich, Trockenmauer, Obstbäume,…)

 

·       Kunstunterricht in der Natur

 

·       Bewegungsspiele

 

·       Sportunterricht

 

 

 

Entwicklungsaufgaben:

 

 

 

1.     Die Einrichtung eines „Grünen Klassenzimmers“ im Außengelände.

 

2.     Die tatsächliche Nutzung des Außengeländes zu Unterrichtszwecken erfragen und evaluieren.

 

3.     Die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler erfragen und evaluieren.

 

 

 

Klassenräume

 

In den Klassen- und Fachräumen verbringen die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte einen Großteil ihrer Zeit während des Schulvormittags. Deshalb sind sie ein wichtiger Bestandteil unserer Weiterentwicklung zu einer gesunden Schule. In einem GebäudepflegePlan haben wir die einzelnen Räume Lehrkräften zugeordnet, die sich insbesondere für „ihren“ Bereich um Folgendes bemühen:

 

 

 

Gefährdungen vermeiden:

 

·       Material gut gesichert verstauen

 

·       Stolperfallen wie herumstehende Schultaschen u.s.w. entschärfen (Taschen an die Tische hängen, unter die Tische stellen, Sportbeutel und Jacken, Schuhe gehören an die Garderobe)

 

·       Ablagefächer für das Material der Schüler nutzen

 

·       Mobiliar (Tische und Stühle) der Körpergröße der Kinder anpassen, regelmäßig überprüfen.

 

·       Sitz- und Arbeitsmöglichkeiten für Erwachsene (bequeme Stühle)

 

 

 

Raumkonzept entwickeln:

 

·       Rückzugsmöglichkeiten für Kinder schaffen (Leseecke)

 

·       Tischordnung soll kooperative Lernformen ermöglichen

 

·       Gesundes Raumklima durch Grünpflanzen schaffen

 

·       Anregende Lernumgebung

 

·       Kindgerechte Gestaltung des Raumes

 

 

 

 

 

Entwicklungsaufgaben:

 

·       Wünsche der Kinder und der Lehrkräfte an die Raumgestaltung erfragen und umsetzen.

 

 

 

Ernährung

 

Im Unterricht

 

Das Thema gesunde Ernährung ist Bestandteil des Sachunterrichtscurriculums. In jedem Schuljahr wird ein Aspekt der gesunden Ernährung und Lebensweise im Unterricht thematisiert. Zudem haben wir begonnen Projekte mit praktischen Übungen bereits vom ersten Schuljahr an durchzuführen. Wir stützen uns  zurzeit auf aid-Module (z.B. Ernährungsführerschein in den höheren Klassen.)

 

 

 

Beispiele für die praktische Umsetzung im 1. und 2. Schuljahr:

 

1.und 2. Schuljahr Kräuterquark, Obstspieße, Gemüse-Vollkorn-Pizza, Quarkspeise

 

Obstsalat, Brotgesichter

 

 

 

Ernährungsprojekte

 

a) Der aid-Ernährungsführerschein

 

Während des dritten bzw. vierten Schuljahres nehmen unsere Schülerinnen und Schüler am Projekt „Ernährungsführerschein“ teil. Das ist ein fertig ausgearbeitetes Unterrichtskonzept, bei dem der praktische Umgang mit Lebensmitteln und Küchengeräten im Mittelpunkt steht. In sechs bis sieben Doppelstunden bereiten die Kinder leckere Salate, fruchtige Quarkspeisen und andere kleine Gerichte zu. Dabei lernen sie den Umgang mit Lebensmitteln, das richtige Schneiden, Rühren, Reiben und auch Abschmecken der Speisen.

 

Die Kinder lernen Ernährungsbegriffe kennen sowie das Einschätzen von Portionen mit Hilfe der aid-Ernährungspyramide. Auch das gemeinsame Tischdecken und Essen sind Inhalte dieses Projektes. Zudem werden die Vorbereitung der Küchenarbeit und das Aufräumen derselben geübt.

 

Alle Kinder die eine schriftliche und praktische Prüfung bestanden haben, bekommen das Führerschein-Dokument verliehen.

 

 

 

 

 

 

 

Themen:

 

·       Lustige Brotgesichter

 

·       Knackiger Gemüsespaß

 

·       Kunterbunte Nudelsalate

 

·       Fruchtiger Sommerquark

 

·       Fakultativ: heiße Kartoffelgerichte

 

·       Schriftliche Prüfung und Tischknigge

 

·       Praktische Prüfung – Kaltes Büffet

 

 

 

 

 

b) Projektwoche

 

Unsere letzte Projektwoche im September 2015 fand unter dem Motto „Gesund und fit“ statt. Unsere Schülerinnen und Schüler hatten die Möglichkeit,  sich jeden Tag mit einem anderen Aspekt der Gesundheit insbesondere der gesunden Ernährung zu beschäftigen.

 

 

 

c) Gesundes Frühstück

 

Alle Kinder unserer Schule frühstücken gemeinsam im Klassenraum. Sie haben die Möglichkeit, sich Milchgetränke, Säfte und Mineralwasser über den Hausmeister zu bestellen, was auch viele nutzen. Leider bringen viele Kinder statt eines ausgewogenen Frühstücks Süßigkeiten oder Fertigprodukte, z.B. abgepackte Schokoladencroissants, mit. In Zusammenarbeit mit den Eltern möchten wir dieses gern ändern. Wir thematisieren das gesunde Frühstück im Unterricht, bereiten es mit den Kindern zu und sprechen mit den Eltern auf Elternabenden darüber.

 

 

 

Schulobstprogramm

 

Seit Beginn des Schuljahres 2014/ 2015 nimmt unsere Schule am europäischen 

 

Schulobst- und Gemüseprogramm teil. Jede Klasse erhält drei Kisten mit Obst und Gemüse, dass täglich an die Schülerinnen und Schüler verteilt wird. Das Obst und Gemüse wird von einem Bio-Bauernhof geliefert und ist sehr beliebt bei den Kindern. Meist wird es von den Klassenlehrerinnen zugeschnitten, gelegentlich bereiten sich die Schülerinnen und Schüler aber auch Obstsalate, Gemüsespieße u.ä. zu.

 

 

 

Soziales Lernen

 

Zum Gelingen des guten und gesunden Zusammenlebens in unserer Schule ist es erforderlich, die sozialen und emotionalen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu stärken und auszubauen. Wir haben uns entschlossen, mit dem Lernprogramm TEAMGEISTER zu arbeiten, das wir zurzeit erproben. In handlungsorientierten Übungssequenzen werden das Vertrauen und die Kooperationsbereitschaft der Kinder gefördert und gestärkt. Sie lernen darauf aufbauend das Erkennen, Benennen und gewaltfreie Lösen von Konflikten. Ein weiterer Schwerpunkt des Programms TEAMGEISTER liegt in der Förderung der von der WHO formulierten Life Skills. Diese liegt in der Förderung der produktiven Entwicklung und der Gesundheit der Kinder sowohl physisch (zum Beispiel durch den Verzicht auf Gewalt und Suchtmittel), psychisch (zum Beispiel durch Vertrauen, Akzeptanz, emotionale Sicherheit und sichern Umgang mit Gefühlen) sowie sozial (etwa durch die Förderung funktionierender sozialer Bindungen und das Einüben in Kommunikation, Kontakt, Respekt und Empathie).

 

 

 

 

 

Wir wollen:

 

·       Stärken unser Schülerinnen und Schüler fördern

 

·       Positives Verhalten mit ihnen trainieren

 

·       Ihnen sichere Handlungsstrategien im Umgang miteinander vermitteln

 

·       Mit ihnen Verhaltensregeln erarbeiten

 

·       Das Leben in der Gruppe, in der Gemeinschaft trainieren

 

·       Die Kinder bei der gesunden Entwicklung ihrer individuellen Persönlichkeit unterstützen und sie stärken und ermutigen

 

·       Den Aufbau eines realistischen Selbstwertgefühls und Selbstvertrauens unterstützen

 

·       Möglichst früh beginnen und langfristig handeln

 

·       Wo möglich die Eltern einbeziehen

 

·       Soziales Lernen als gemeinsame Aufgabe verstehen